Carnac

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Carnac

Beitrag von MrSkull » 17.12.2014 18:54

Knobelspiel für 2 Spieler ab 8 Jahren von Emiliano "Wentu" Venturidi.

Angesiedelt in der berühmten Gegend um Carnac, errichten die Spieler im Wettkampf Megalithen und versuchen bis zum Spielende die meisten Steinfelder inne zu haben.


Spielvorbereitung:
Die Spieler wählen zu Beginn eine der Spielflächen aus (I, II oder rückseitig III) und damit die Größe der Bebauungsfläche.
Dann entscheidet sich jeder für eine Farbe (weiss/rot) und die Spielsteine (Megalithen) werden als allgemeiner Vorrat neben den Spielplan gelegt.


Spielziel:
Die meisten Dolmen (Steinfelder) zu bauen!


Spielablauf:
Der Startspieler beginnt, indem er einen Spielstein (Megalithen; schwarze Spielsteine, die mehrseitig mit roten und/oder weißen Symbolen versehen sind - die Spieler nutzen also alle Steine gemeinsam!) auf ein beliebiges, freies Feld des Spielplans, mit der gewünschten Farbe nach oben, stellt - bei Feld I also nur auf den hellen, nicht mehr den grauen Feldern.
Es folgt der Gegenspieler und der muss sich entscheiden, ob er den aktuell vom Gegner gesetzten Stein kippen (immer nur waagerecht oder senkrecht) und einen neuen Stein einsetzen will, oder ob er nichts macht.
Dieses Schema wird nun auch fortgeführt, bis zum Ende des Spiels!

Wird der gerade gesetzte Stein gekippt, wird der "Megalith" zu einem "Dolmen" (mehrere, aneinander liegende Quader). Beim Kippen ist darauf zu achten, dass der Stein (mit seiner Länge von 2 Feldern) nur innerhalb der Spielfläche liegen darf und durch das Kippen immer um ein Feld versetzt zum Liegen kommt, d.h., das Feld, auf dem er zuvor stand, wird danach wieder frei sein.
Ist dies alles nicht möglich, darf der Stein nicht gekippt werden!
Sollte ein Spieler blockiert sein, da er keinen Stein kippen kann, ist er dennoch am Zug und setzt einen neuen Stein ein - wenn er das möchte, sonst verhält er sich so, als wenn er nicht "kippen" wollte.

Danach kann der aktive Spieler noch einen neuen Stein auf ein beliebiges, freies Feld stellen und es folgt wieder der andere Spieler mit seinem Zug.

Entscheidet sich der Spieler, den aktuell gesetzten Stein nicht zu kippen, macht er nichts weiter und der Gegenspieler ist direkt wieder am Zug.

Gelegentlich kann es taktisch sinnvoll sein, einen Stein mit der gegnerischen Farbe, nach oben zeigend, ins Spiel zu bringen, um eigene zu große "Dolmen" (zusammenhängende Steinfelder) wieder zu splitten. Am Ende kommt es ja auf die Anzahl der Dolmen, nicht auf deren Fläche an.

Jegliche Wertung wird immer aus der Vogelperspektive vorgenommen, also schadet ein gelegentliches Aufstehen und genaues Betrachten "von oben" nicht.


Spielende:
Sobald der Stein-Vorrat aufgebraucht ist oder kein Stein mehr regelkonform eingesetzt werden kann, endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, der über die meisten Dolmen verfügt und bei Gleichstand, derjenige mit dem größten Dolmen.


Fazit:
Carnac ist zuerst einmal ein sehr schönes und sehr wertiges Spiel. Die schweren Spielsteine liegen gut in der Hand, stehen stabil und sehen edel aus.

Das Spielprinzip lockt Knobel-Fans und Taktiker an den Tisch und sorgt für langen Spielspaß. Beginnend mit der mittleren Spielfeldgröße tasten sich die Spieler an die Möglichkeiten mit sehr viel mehr Feldern (III) oder nur wenig Platz (I) heran, um die verschiedenen Vorgehensweise immer wieder auf ein Neues auszuloten.

Kein Spiel für Hektiker, aber extremes Grübeln ist auch nicht von Nöten. Eine Partie dauert in der Regel um die max. 30min.!

Ein sehr feines Spiel für 2, gerade recht für die kommenden Winterabende :).




weiterführende Hinweise:
- Verlag: Huch & Friends
- BGG-Eintrag: http://boardgamegeek.com/boardgame/103061/carnac
- HP: http://www.hutter-trade.com/de/spiele/carnac
- Anleitung: deutsch, englisch, französisch, holländisch
- Material: sprachneutral
- Fotos: HP/?p=8837
- Online-Variante: -

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