Okiya

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MrSkull
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Okiya

Beitrag von MrSkull » 28.08.2013 19:17

In diesem Konkurrenzspiel zweier Geisha-Häuser für 2 Spieler ab 7 Jahren gilt es die Gunst des Kaisers zu erlangen, um zu gewinnen.

Um dies zu erreichen, muss es gelingen im kaiserlichen Garten 4 Geishamarker horizontal, vertikal oder diagonal zu platzieren. Alternativ gewinnt auch, wer ein 2x2 Quadrat bilden kann oder den Gegner so blockiert, dass dieser nicht mehr setzen kann.

Die Spieler erhalten je 8 Geishamarker in rot oder schwarz und sitzen sich am Spielfeld gegenüber.
Die Spielfläche wird aus 16 Gartenplättchen gebildet die gut gemischt in einem 4x4 Block ausgelegt werden.
Die Gartenplättchen setzen sich aus 4 Serien zusammen: je 4 Karten vom Ahorn, Kirschbaum, der Pinie und Iris.
Die jeweiligen Karten unterscheiden sich dann noch durch Symbole: aufgehende Sonne, japanische Flagge, Vogel, Regen.

Ein Startspieler wird bestimmt (im weiteren Verlauf wird dies immer der Spieler sein, der die vorherige Partie verloren hat) und es geht los.

Die Spieler müssen versuchen durch Entfernen von Gartenplättchen und Platzieren ihrer Geishas an dieser Stelle die o.g. Siegbedingungen zu erreichen.
Begonnen werden darf nur am Spielrand!
Der Startspieler nimmt sich also ein Gartenplättchen vom Spielrand und legt es beiseite aber zwischen sich und dem Gegenspieler. In die entstandene Lücke legt er eines seiner Geisha-Plättchen.

Der Gegenspieler ist nun am Zug und bekommt seine Aktion quasi vorgeschrieben, denn das zur Seite gelegte Gartenplättchen gibt vor, welche Gartenplättchen er nun überhaupt entfernen darf.
Bsp.: es wurde ein Plättchen der Ahornserie mit einer japanischen Flagge darauf beiseite gelegt. Also muss der nun aktive Spieler ein Gartenplättchen wählen, dass entweder ebenfalls aus der Ahornserie stammt oder die japanische Flagge zeigt!

So geht es nun abwechselnd immer weiter, bis eine der Siegbedingungen erreicht wurde.

Das Spiel erinnert an viele ähnliche Varianten, nicht zuletzt an die Rudimentärste: "4 gewinnt", bietet aber durch das schöne Material und die veschiedenen Siegmöglichkeiten weitaus mehr taktische Tiefe und Abwechslung. Ein gutes Knobelspiel, dessen Anspruch aber nicht so hoch liegt, dass nicht auch Gelegenheitsspieler hieran Gefallen finden können.
Eine nette Anekdote noch aus der Anleitung: "Das Spiel wurde grafisch als Hommage an ein traditionelles japanisches Kartenspiel "Hanafuda" (wörtlich übersetzt "Blumenkartenspiel") angelehnt. Dieses enthält poetische Elemente. Die Inschriften auf den Tanzakus (die japanische Flaggen) ergeben eine Art Minigedicht, bei dem sich der Klang des Gedichts verändert, je nachdem in welcher Reihenfolge man die einzelnen Verse liest:
- Der Frühling kommt unerwartet
- Die Vögel erwachen
- Die Blätter wiegen sich im Wind
- In den Pinien.


[Wir danken Jactalea für die Bereitstellung des Testexemplars!]

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