Skibe

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MrSkull
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Skibe

Beitrag von MrSkull » 05.08.2016 18:54

Legespiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren von Arve D. Fühler.

Die Spieler müssen als Stammeshäuptlinge ihre tapfersten Wikinger zusammenbringen, Schiffe bauen und erfolgreich gen Grönland schippern, um Erik, dem Roten zu beweisen, dass sie es wert sind das neue Land zu besiedeln.


Spielvorbereitung:
Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe ein Kartenset (5 Häuptlingskarten, 2 Heckkarten), welches sie verdeckt vor sich ablegen.
Bei den Wikingerkarten werden noch alle Karten heraussortiert, die Schildfarben zeigen, die nicht am Spiel teilnehmen.

Die 3 Bugkarten werden tischmittig untereinander ausgelegt und neben sie jeweils offen 2 Wikingerkarten vom gut gemischten und verdeckt beiseitgelegtem Nachziehstapel. Weitere 3 Wikingerkarten werden offen neben dem Nachziehstapel als Auslage bereitgelegt.
Auf jede Bugkarte wird noch ein Proviantstein platziert und die restlichen Proviant- sowie die Ausrüstungssteine kommen als Vorrat beiseite.

Papier und Stift werden noch für das Notieren der Punkte benötigt!
Ein Startspieler wird bestimmt.


Spielziel:
Die meisten Punkte zu erhalten!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden und in jeder hat ein Spieler in seinem Zug 2 Möglichkeiten:

1) an einem Schiff weiterbauen und Ladung verstauen
Hierfür wählt der aktive Spieler entweder eine Karte aus der offenen Auslage oder zieht eine Karte vom Stapel. Diese Karte muss nun an eine der drei Schiffsreihen gelegt werden.
Eine neue Karte wird dabei immer rechts angelegt und eine Reihe, die, je nach Spielerzahl (max. 5 Karten bei 3 Spielern, max. 6 bei 4 und max. 7 bei 5 Spielern), schon komplett ist, darf nicht weiter bestückt werden.

Danach muss der auf der soeben gelegten Karte sichtbare Proviant- bzw. Ausrüstungsstein auf dem Bug eines beliebigen Schiffes bzw. auf einer beliebigen Wikingerkarte platziert werden!
Proviantsteine (braun) werden immer aus dem Vorrat genommen, so lange dort noch welche hinterlegt sind, danach von einer beliebigen Bugkarte.
Ausrüstungssteine (schwarz) werden immer aus dem Vorrat genommen, so lange dort noch welche hinterlegt sind, danach von einer beliebigen Wikingerkarte - dabei ist noch zu beachten, dass die Wikingerkarte, auf der nun der Ausrüstungsstein platziert, wird eine andere Schildfarbe zeigt, als die zuvor gelegte Karte!

Sollte auf diese Art kein Stein gesetzt werden können, entfällt dies.

Nach dieser Aktion kann der Spieler optional noch eine Häuptlingskarte ausgespielt werden.
Die Karte wird links einer beliebigen Bugkarte abgelegt - folgende links von dieser Häuptlingskarte, usw. -, wobei von jeder Häuptling"art" nur eine pro Reihe anliegen darf!

Abschliessend wird die Auslage aufgefüllt, falls von dieser eine Karte genommen wurde, dann endet der Zug des aktiven Spielers und der Nächste im Uhrzeigersinn folgt.

2) Heck an ein Schiff anlegen und Wertung auslösen
Sobald an einem Schiff mindestens 3 Karten (rechts der Bugkarte) ausliegen, kann für diese Reihe eine Wertung ausgelöst werden - spätestens jedoch, wenn die maximale Kartenzahl einer Reihe erreicht ist, kann hier nur noch eine Wertung angestossen werden.

Um dies durchzuführen, legt der aktive Spieler eine Heckkarte rechts an die gewünschte Reihe an und dann folgen drei Phasen der Wertung.
Als Erstes werden nun die Aktionen evtl. dort (links) ausliegender Häuptlingskarten ausgeführt und zwar beginnend bei der ersten an der Bugkarte anliegenden Häuptlingskarte und dann nach links weitergehend.

Mögliche Aktionen:

- Ausrüstungsstein versetzen; es darf von einer beliebigen Wikingerkarte ein Ausrüstungsstein auf eine beliebige andere Wikingerkarte gesetzt oder in den Vorrat gelegt werden oder aus dem Vorrat auf eine Wikingerkarte.

- Proviantstein versetzen; es darf von einer beliebigen BUgkarte ein Proviantstein auf eine beliebige andere Bugkarte gesetzt oder in den Vorrat gelegt werden oder aus dem Vorrat auf eine Bugkarte. Der letzte Proviantstein einer Bugkarte darf niemals versetzt werden!

- Wikingerkarte entfernen; eine beliebige Wikingerkarte, auf der kein Ausrüstungsstein liegt, darf entfernt werden - sie kommt aus dem Spiel.

- Wikingerkarten tauschen; es dürfen zwei beliebige Wikingerkarten miteinander getauscht werden, auf denen keine Ausrüstungssteine liegen. Dabei darf eine der Karten auch aus der offenen Auslage stammen.

- Schutz; diese Aktion schützt Wikingerkarten in der aktuell zu wertenden Reihe vor den Aktionen "tauschen" und "entfernen". Allerdings nur vor solchen Aktionen, die in der Reihenfolge nach dem "Schutz" folgen!

Hiernach folgt die Punkteberechnung, bei welcher jeder Spieler die Schilde seiner Farbe in der zu wertenden Reihe zählt und addiert zu dieser Zahl die Anzahl Ausrüstungssteine, die auf Karten seiner Schildfarbe liegen. Diese Summe wird mit der Anzahl Proviantsteine auf dem Bug dieser Schiffsreihe multipliziert. Das Ergebnis wird schriftlich notiert.

Schliesslich sticht das Schiff in See und dazu wird die Reihe aufgeräumt (Ausrüstungssteine kommen zurück in den Vorrat, alle Wikinger- und Häuptlingskarten kommen aus dem Spiel und alle Proviantsteine, bis auf einen, kommen ebenfalls in den Vorrat zurück), wobei die Bugkarte liegen bleibt. Danach werden zwei neue Wikingerkarten an die Bugkarte gelegt und ein neues Schiff wartet auf seine Fertigstellung und Abreise^^.

Die Runde wird nun, mit dem nächsten Spieler im Uhrzeigersinn, fortgesetzt.


Spielende:
Sobald der Nachziehstapel aufgebraucht und die letzte Karte aus der offenen Auslage gewählt worden ist, kommt es sofort zur Schlusswertung.
Hierbei werden die Schiffsreihen von oben nach unten gewertet, also die evtl. Aktionen ausgeführt und die Punkte berechnet (auch für "unfertige" Schiffe).
Der Spieler mit der höchsten Gesamtsumme gewinnt das Spiel!


Fazit:
"Skibe" macht Spaß, es bringt kurzweiligen Zeitvertreib auf den Spieltisch, den man gerne zwischendurch immer mal wiederholt.
Die Gestaltung und Wertigkeit der Karten ist sehr gelungen und unterstreicht den guten Eindruck. Schade ist das Fehlen von spielhandelstypischem Punkteblock und Bleistift.

Der Spieleinstieg fällt leicht, da die Regeln gut verfasst wurden und die Runden verlaufen angenehm kurz, selbst mit Extremgrüblern^^. "Skibe" bietet sich somit auch für ein breites Publikum an.

Das Spielprinzip konnte somit in den Testrunden durchaus überzeigen, allerdings benötigt es nach einigen Partien doch einer längeren Pause, da die Mechaniken dann doch bald wiederholend wirken.
Aber als kleines Spiel für hie und da eignet es sich immer mal wieder!




weiterführende Hinweise:
- Verlag: Huch&Friends
- BGG-Eintrag: https://boardgamegeek.com/boardgame/191880/skibe
- HP: http://www.hutter-trade.com/de/spiele/skibe
- Anleitung: deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, holländisch
- Material: sprachneutral
- Fotos: HP/?p=20265
- Online-Variante: -
- Ausgepackt: -

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