Money Lisa

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MrSkull
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Money Lisa

Beitrag von MrSkull » 18.02.2014 16:01

Kunst-Auktionsspiel für 3-4 Spieler ab 10 Jahren vom Belser Verlag.

Die Spieler treten als Kunstsammler bei verschiedenen Auktionen auf und versuchen die beste Sammlung zu erstellen, um am Ende mit den meisten Prestige-Punkten zu gewinnen.

Die Spielvorbereitung ist schnell erledigt, der Spielplan wird zurechtgelegt, die Gemäldekarten gemischt und je 9 auf die vier Plätze auf dem Spielfeld abgelegt, die Trickkarten kommen ebenfalls als gut gemischter Nachziehstapel auf ihren Platz.
Die Spieler erhalten je einen Satz Geldkarten (1-10) und eine Spielfigur sowie einen Zählstein in ihrer gewählten Farbe. Der Startspieler erhält noch den Würfel und darf als Erster mit seiner Spielfigur auf einem Auktionshaus nach Wahl Platz nehmen, um die Erste von 2 Gemäldekarten als Startanlage zu nehmen. Schlussendlich sucht sich noch jeder eine Geldkarte aus, die er verdeckt bei sich unter den Spielplan legt, diese Karte zählt bei der gr. Ausstellung als zusätzliche Prestigepunkte für den Letztplatzierten! Nachdem dies reihum jeder Spieler durchgeführt hat, beginnt das Spiel.

Der aktive Spieler würfelt zunächst immer und bewegt seine Figur um die entsprechende Augenzahl vorwärts - bei der Sonderseite 1/2/3/4 des Würfels, kann sich der Spieler die Zugweite aussuchen.

Der Rundgang zeigt dabei verschiedene Aktionsfelder, deren Ausführung je folgendes bewirkt:

- Trickkartenfeld: der Spieler nimmt sich die oberste Karte vom korrespondierenden Nachziehstapel - bis zu 6 Trickkarten darf jeder Spieler verdeckt bei sich halten. Ab der 7. Karte muss eine Beliebige abgeworfen werden. Mögliche Karten: +/- 1 Million $, +/- 2 Millionen $, neu würfeln oder STOP! (zum Verhindern einer Angriffsaktion).

- Falsche Expertise: der Spieler kann bei einem beliebigen Mitspieler eine der obersten, ausliegenden Karten umdrehen - diese kann dann bei einer kl. oder gr. Ausstellung nicht mitgewertet werden! Alternativ kann er eine eigene Karte wieder umdrehen.

- Zwangstausch: der Spieler kann mit einem beliebigen Mitspieler eine offene, obenliegende Gemäldekarte tauschen.

- kl. Ausstellung: es gibt 4 dieser Felder und die Aktion wird aktiv, sobald 2 Felder zugleich von Spielfiguren besetzt sind. Alle offen ausliegenden Gemäldekarten der Spieler können nun themen- oder farbenweise gewertet werden (1 = 1, 2 = 4, 3 = 9 Punkte) und den Spielermarker entsprechend auf der Prestigepunkteleiste vorziehen.

- Auktionshaus (offen/verdeckt): der Spieler entscheidet sich auf diesem Feld für eine der beiden vorgegebenen Auktionsarten (offen: höchstes Gebot/niedrigstes Gebot gewinnt bzw. höchstes Gebot (nur mit geraden Zahlen der Geldkarten)/niedrigstes Gebot (nur mit ungeraden Zahlen der Geldkarten) gewinnt - verdeckt: höchstes Gebot/niedrigstes Gebot gewinnt bzw. höchstes Gebot + Würfel gewinnt) und anschliessend legen alle Spieler eine ihrer Geldkarten offen/verdeckt aus und der Spieler, der nach Vorgabe gewinnt, erhält die oberste Gemäldekarte vom am Auktionshaus angrenzenden Stapel.

Nach 9 Auktionen endet die erste Sammelnrunde und es findet eine gr. Ausstellung statt. Wieder werden die Serien offener Gemäldekarten gewertet, diesmal mit 1 = 1 Punkt, 2 = 4, 3 = 9, 4 = 16, 5 = 25, 6 = 36 Punkte. Jede Karte kann dabei natürlich nur Teil einer Serie (Thema, Farbe) sein!

Nach der gr. Ausstellung der zweiten Sammelrunde endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Prestigepunkten gewinnt.


Das Spiel ist schön ausgestattet (Originalkopien der bekanntesten Gemälde) und informativ (auf jeder Gemäldekartenrückseite sind ausführliche Informationen zu Bild und Künstler zusammengestellt - der Belser Verlag ist hier u.a. besonders durch seine "Wie erkenne ich (Kunst)?"-Reihe bekannt) und kann auch Nichtkunstkenner gut unterhalten. Der Bietmechanismus sowie die Rundenabläufe sind simpel und eignen sich für jede Form der Spielrundenbesetzung gleichermassen.
Die Runden verlaufen recht zügig und es kommt nie wirklich Langeweile auf, natürlich wiederholen sich die Abläufe, bringen aber gerade in den ersten Runden genug Spass und Abwechslung mit.
Am Ende bleibt ein gutes Gelegenheitsspiel für Jedermann :).

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