Chicago Stock Exchange

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MrSkull
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Chicago Stock Exchange

Beitrag von MrSkull » 17.11.2013 19:11

Ein feines kleines Börsenspiel für 2-4 Spieler ab 8 Jahren.

Es gilt Waren an der Börse geschickt zu sammeln und so quasi zu handeln, um am Ende die meisten Punkte erreicht zu haben.

Die 36 runden Warenplättchen (Weizen, Reis, Kakao, Kaffee, Zucker, Mais) werden gut gemischt und in 9 möglichst gleichgrosse Stapel, mit der Bildseite nach oben, unterteilt und kreisförmig aufgebaut. Die Traderfigur wird zufällig auf einen dieser Stapel gestellt.
Die Börsenkurstabelle wird gut sichtbar bereitgelegt und auf ihr, auf die ersten Positionen, die Holz-Marker für die Waren (Weizen reicht dabei von den Werten 7 bis 1, alle anderen von 6 bis 0) gestellt.

Ein Startspieler wird bestimmt und der aktive Spieler darf die Traderfigur immer um 1-3 Schritte (Stapel) voranziehen.
Die beiden Stapel, die nun seitlich der Figur liegen dienen dem "Handel", von ihnen nimmt der Spieler jeweils das oberste Plättchen, behält eines und legt eines ab (zwecks Übersicht am besten zur Börsentabelle).
Dabei wird der Wert des abgelegten Plättchens um 1 auf der Tabelle verringert - es wurde verkauft. Dazu wird der der Ware zugehörige Marker auf dem Tableau einfach um ein Feld nach rechts verschoben.
Hiernach folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn.

So verläuft das Spiel, bis nur noch 2 Stapel zur Vefügung stehen und endet dann sofort.
Nun vergleichen die Spieler ihre gesammelten Warenplättchen mit den Werten der Börse und addieren sie zu einer Gesamtsumme. Bsp.: Weizen hat derweil den Wert 4, Kakao ist auf 6 stehengeblieben und Reis ist noch 2 wert. Ein Spieler hat hiervon je 3 Plättchen gesammelt, damit hat er insgesamt 12+18+6 = 36 Punkte.
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Hier liegt ein geniales, simples, schnelles und ungemein gut durchdachtes Spiel vor.
Die Spieldauer beträgt selbst bei Vollbesetzuung max. 10-15min. und lädt allein daher schon zu mehreren Runden ein. Das Material ist grafisch passend und die Holzwürfel wertig; die Anleitung allerdings ein Graus. Viele Übersetzungsfehler lassen den Leser grinsen, aber das Spielprinzip ist zum Glück so einfach, dass es nicht viel Erklärung bedarf. Das simple Ziehen der Figur und dabei immer den Kurs der Waren zu beeinflussen vermag Schnellspieler und auch Extremgrübler zu beglücken.
Es passt so nahtlos in die feine "Kleinspiel"-Reihe von BlueOrange und ist ein Muß für Spiele-Gourmets wie Gourmands gleichermaßen *G*.


[Wir danken 1-2-3-Games für die Bereitstellung des Testexemplars!]

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