Blackrock City

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MrSkull
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Blackrock City

Beitrag von MrSkull » 17.11.2013 17:02

Ein nettes Bietspiel im Westernszenario für 2-4 Spieler ab 10 Jahren.

Als Bande von Gesetzlosen gilt es die Bietrunden für sich zu gewinnen, um dafür die ausliegenden Städte zu überfallen und auszurauben und am Ende das meiste Gold zusammen zu tragen.

Die Stadtplättchen werden kreisförmig ausgelegt, in deren Mitte kommt die Postkutsche mit dem Silber und über das Start-Stadtplättchen die Sheriff-Figur.
Die Gefangenen-Plättchen und das Gold werden als Vorrat bereitgelegt und die Sanduhr neben die Vorräte platziert.

Die Spieler erhalten jeweils in ihrer Farbe den kleinen Sichtschirm, die passende Spielfigur und alle Gesetzlosen-Plättchen in der Spieler-Farbe. Ausserdem bekommen sie noch 2 Uhrenplättchen und einen "vezögern/verzichten"-Marker.

Der älteste Spieler beginnt, danach beginnt immer der Spieler, der die letzte Runde "gewonnen" hat.

Der aktive Spieler kann immer aus drei Möglichkeiten wählen, entweder er beginnt die Bietrunde (einmaliges Bieten) oder er verzögert sie oder er verzichtet ganz.
Verzichtet er, legt er den entsprechenden Marker vor sich und pausiert bis zur nächsten Runde.
Verzögert er, wartet er damit erstmal die Gebote anderer Spieler ab und legt dazu den passenden Marker offen vor sich.
Bietet er, legt er soviele seiner Gesetzlosen-Plättchen aus, wie er meint für das Gewinnen der Bietrunde zu benötigen.

Nach ihm folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn und hat dieselben Wahlmöglichkeiten. Bietet er, muss er aber mehr Plättchen als der Vorgänger auslegen.

Waren alle Spieler dran, wird ermittelt, wer das höchste Gebot abgegeben hat. Dieser erhält quasi den Zuschlag die aktuelle Stadt (zu der sich die Figur aber noch hinbewegen muss, s.u.) zu überfallen und nimmt sich die auf dem Stadtplättchen abgebildete "Belohnung" - dies ist Gold und/oder Gefangene zu befreien. Das Gold wird hinter den Sichtschutz gelegt, evtl. befreite Gefangene kommen zu den eigenen Gesetzlosen-Plättchen hinzu und vergrössern so die Bande.
Der Zweite der Bietrunde darf immerhin die Postkutsche überfallen und nimmt sich einfach ein Silber aus der Mitte, alle anderen gehen leer aus.

Alle Gesetzlosenplättchen gehen zurück an ihre Besitzer, allerdings werden sie nun (nach Gebrauch) umgedreht (von der schwarzen auf die weisse Seite) und sind automatisch verletzt! Werden sie noch einmal eingesetzt, sind sie danach tot und kommen aus dem Spiel.

Zuvor muss aber noch der Sheriff bewegt werden! Dieser wandert von Stadtplättchen zu Stadtplättchen entsprechend der Anzahl gebotener Gesetzloser. Bsp.: es liegen insgesamt 7 Gesetzlosenplättchen aus, also bewegt sich die Sheriff-Figur um genau 7 Felder voran.
Kommt der Sheriff hierbei auf einer Stadt zu stehen, auf der eine Spielerfigur wartet, wird ein Gesetzloser dieses Spielers verletzt. Hat der Spieler nur noch Verletzte wird einer davon getötet und kommt aus dem Spiel.

Nach dem Wertungsabschluss und vor dem Abgriff der Beute^^, darf sich die Spielfigur des Spielers um soviele Stadtplättchen vorbewegen, wie die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gebot angibt, die Stadt auf der die Figur nun ankommt, wird überfallen.
Landet dabei die Spielfigur auf einer Stadt mit dem Sheriff, darf die Beute nicht erobert werden!

Die Uhrenplättchen sollen etwas Schmackes in die Runden bringen. Jeder Spieler darf jederzeit ein solches Plättchen vor den aktiven Spieler legen und somit ebenfalls die Sanduhr vor ihm starten. Nun bleiben dem Spieler nur 15 Sekunden, um seinen Zug zu beenden. Schafft er dies nicht, geht der Zug quasi an ihm vorbei und der nächste Spieler ist dran.

Das Spiel endet, sobald alle Plättchen der Gesetzlosen aufgebraucht sind oder in einer Runde alle Spieler auf ihre Optionen verzichten!
Es gewinnt der Spieler mit dem meisten Gold und Silber.

Ein ganz nettes Bietspiel mit sehr konfusem Regelwerk. Das Thema ist relativ aufgesetzt, vom Material her aber immerhin schön gestaltet. Kein Glanzstück, man sollte es unbedingt probespielen, vor einem evtl. Kauf!


[Wir danken Blackrock Editions für das Testexemplar!]

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