Atlantic City

Tabu, Outburst, Activity, Twister, Amnesie, Visionary, Nobody is perfect, Eine Chance für die Liebe, Nilpferd auf der Achterbahn, Tanz der Hornochesen, uvm.

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Atlantic City

Beitrag von MrSkull » 29.11.2013 15:46

Ein Rollenspiel in den 20er Jahren der Prohibition für 3-5 Spieler ab 16 Jahren.

Diese Mini Story gibt den Spielern ein Grundgerüst an die Hand, mit dem sie ihre Geschichte erzählen bzw. fortspinnen können. Das Ziel ist ein spannender Abend mit schauspielerischen Überraschungen, wendigen Argumenten^^ und Durchsetzungsvermögen zur richtigen Zeit, um die Geschichte gemeisam zu erleben, aber auch abschliessen zu können.

Erlaubt ist quasi alles, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, nur ein bisschen Mut und Überwindung gehört vielleicht gelegentlich dazu^^.
Das Spiel gibt Hinweise und Vorschläge, wie die "Runden" verlaufen können, aber die Spieler können sich jederzeit ihre eigenen Regeln dazu passend kreieren.
Wenn jemand also kein Gangsterboss werden will, sondern plötzlich zum Zombie mutiert oder die Whiskeyflaschen und Revolver gegen einen Pflug auf einer Farm tauschen will....nur zu, die Mitspieler sind sicherlich gespannt, wie die Geschichte so ihren Lauf nahm und nehmen wird.

Das Spiel gibt Hilfen in Form von Karten. Am Anfang werden zufällig oder nach Wahl Charakterkarten verteilt. Diese sind zweiseitig bedruckt und die Mitspieler sollten zunächst nur die Bildseite kennenlernen (kurzer Steckbrief) und die Rückseite mit detaillierteren Infos zur Person bleibt nur dem Darsteller vorbehalten.

Der nächste Baustein sind die Motivationskarten, welche den Spielern jeweils geheim ein Ziel vorgeben (im Rahmen des gegebenen Themas i.d.R. Geld, Waffen oder Alkohol zu "sammeln").
Hiernach folgen noch sogenannte Beziehungskarten, welche immer zwischen 2 Teilnehmern gespielt werden. So wissen die jeweiligen "Sitz"nachbarn nun wie sie zueinander stehen (z.B. verbindet sie ein gemeinsam begangenes Verbrechen in der Vergangenheit, oder sind sie Kriegs- oder Zellenkameraden, etc.).

Zuletzt werden noch die Ereigniskarten gut gemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt, dito die Schicksalskarte, welche immer dann zum Einsatz kommt, wenn sich 2 Spieler nicht einigen können, wie es weitergeht und mit dieser ein Dritter die Entscheidung fällt.

Die Regel schlägt dann noch einen ungefähren Ablauf vor, den die Spieler (zeitlich flexibel) versuchen einzuhalten, um die gespielte Geschichte in einem gewissen Rahmen zu halten. Dafür gibt es also 6 Akte: die Vorstellung, das Zwischenspiel, die Entscheidung, den Showdown, den Abschluss und das Finale.
Die einzelnen Akte gestalten sich mit Hilfe der Karten und den Ideen der Mitspieler.
Am Ende muss es dann auch nicht beim Finale bleiben, vielleicht ist es nur der Anfang eines neuen Kapitels?^^

Wer gesellige Gruppenspiele mag und die bekannten Dorf-Horrorgeschichten oder mittelalterliche Geplänkel am Hof hinter sich hat und nach neuem "Stoff" sucht, ist hier gut aufgehoben. Das Spiel gibt reichlich Hilfestellungen für Stolpersteine im erzählerischen Ablauf und die Aufmachung der Karten transportiert die 20er Jahre Atmosphäre gut herüber.
Wie immer bei solchen Story-getragenen Spielen müssen die Spieler ein gewisses Faible dafür mitbringen und aufgeschlossen sein, sich einzubringen. Ist dies gegeben, kommt auch Spannung und Spaß auf und die Mitspieler haben es selbst durchgehend in der Hand, wie lange das Spiel dauern soll.
In diesem Spiel-Genre also eine willkommene Abwechslung.


[Wir danken NORIS für das Testexemplar!]

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